Nebenwirkungen der KI

Nach all der Begeisterung über Claude in meinem Beitrag Mein Blog und Claude bin ich jetzt über einen Beitrag vom Leitmedium gestolpert der mich doch etwas nachdenklich gemacht hat.

Ich bin heute über eine längere Diskussion auf GitHub gestolpert, die exemplarisch zeigt, wie „KI“s bisherige Open-Source-Ökosysteme zerstören und derzeit keine Lösung in Sicht ist.

Hier wird beschrieben wie z.B. die Doku von Open Source Projekten von KIs gelesen wird und dann ihren Nutzern beim Lösen von Problemen hilft. Das Problem hierbei ist, dass Nutzer, die ihr Problem mit Hilfe der KI gelöst haben keinen Grund mehr haben auf die Webseite der Entwickler zu gehen.

Wie viele Unternehmungen aus dem Open-Source-Bereich generiert Tailwind seine Einnahmen über kostenpflichtige Zusatzangebote. So können vorgefertigte, gut aussehende Design-Vorlagen gekauft werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Projekt als Firmenkunde zu sponsorn und Zusatzdienstleistungen wie schnelleren Support zu beziehen.

Ergänzend dazu ein Artikel von Perspective Daily über ähnliche Probleme von Kunstschaffenden. Nicht zuletzt weil auch hier KIs ebenfalls deren Werke „gelernt“ haben und sie mehr oder weniger in eigenen Werken verwenden können.

Illustrator:innen, Designer:innen, Fotograf:innen und Musiker:innen berichten von einer schleichenden Verdrängung: Aufträge bleiben aus, Budgets schrumpfen, Kund:innen greifen zu günstigeren KI-Lösungen. Was früher als kreative Handschrift galt, droht zur austauschbaren Ware zu werden.

Was ich hier erstmal für mich gelernt habe ist die Tatsache dass KI gut für den Nutzer sein kann, nicht aber für diejenigen die mit ihrer Arbeit dazu beigetragen haben dass die KIs ihre Arbeit so gut machen. Gemeint sind natürlich die Ersteller der Werke mit denen die KI gefüttert wurde.

Ergänzend dazu noch ein paar Linktipps von Claudia Klinger in ihrem Blog digital diary.

Kategorien: KI

1 Kommentar

  1. Habe ich auch gelesen. Da werden viele Menschen entlassen, weil KI wirkt. Ich fürchte, wir werden noch sehr viele ähnliche Beiträge lesen und die wirklichen Dimensionen und Implikationen für unser Leben werden dennoch nicht vollumfänglich realisiert. Ich bin ein Nutzer von KI und verteidige so gesehen natürlich auch ihren Einsatz. Skepsis ist dennoch angebracht. Mir macht etwas zu schaffen, dass auch in der Musik immer mehr KI-Generiertes die ohnehin inflationäre Herausgabe von Neuerscheinungen befeuert. Was ist Musik dann noch? Wir konsumieren sie schon jetzt ohne dass solche Gefühle wachgerufen werden, die wir früher damit verbunden haben. Oder?

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